ASTRHEIN - Aktionsbuendnis Sauberer Strom am Rhein
 
 
 

 
 

16.09.2011

BUND unterstützt Kraftwerkplanung

 
     
 

30.06.2011

Leben ohne Atom

 
     
 

14.03.2011

Fukushima ist überall

 
     
 

09.12.2010

Gas oder LED?

 
     
 

12.11.2010

Umweltpreis für Düssel-Solar

 
     
 

06.11.2010

Der Weg zur klimaneutralen Kommune

 
     
 

23.10.2010

Anti-CASTOR-Aktionstag

 
     
 

02.09.2010

LED contra Gas

 
     
 

24.08.2010

Genehmigungsverfahren für Gaskraftwerk hat begonnen

 
     
 

24.04.2010

Aus für Kraftwerk beschlossen

 
     
 

15.04.2010

Kampagne Landesklimaschutzgesetz

 
     
 

13.04.2010

LandtagskandidatInnen im Ökocheck

 
     
 

20.02.2010

Aus für Kraftwerk rückt näher

 
     
 

18.12.2009

Klimaappell Verkehr

 
     
 

27.11.2009

Neue Bürgersolaranlagen eingeweiht

 
     
 

17.09.2009

Planen die Stadtwerke um? Gas statt Kohle

 
     
 

12.08.2009

Diskussion im rollenden Klimaschutzexpress

 
     
 

31.07.2009

10-Punke-Plan für klimaneutrales Düsseldorf

 
     
     
 

Alle weiteren Meldungen und Berichte finden Sie im

Archiv 2007-2009

 
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
     
     
 
ASTR(H)EIN-Plakat
 
     
 
 

Aktuelle Informationen, Veranstaltungs- und Aktionshinweise

 
 
 

23.06.2012

 
 
 

Mission erfüllt: ASTR(H)EIN verabschiedet sich mit "Fest der Vernunft"

Gemeinsam mit dem BUND sowie den Krefelder und Duisburger Bürgerinitiativen feierte ASTR(H)EIN am Samstag in Krefeld-Uerdingen das endgültige Aus der in Düsseldorf und Krefeld ursprünglich geplanten Kohlekraftwerke. Die Feier bildet den offiziellen Abschluss der erfolgreichen Anti-Kohle-Kampagne am Rhein. An beiden Standorten wird jetzt ein hocheffizientes und flexibles GuD-Kraftwerk gebaut.

Mit dieser Feier verabschiedet sich ASTR(H)EIN. Gleichwohl werden die Mitglieder des Aktionsbündnisses natürlich auch weiterhin in Düsseldorf aktiv sein. Auch wenn mit dem Bau eines GuD-Kraftwerks ein erster wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Energieversorgung ist, sind wir noch weit von unserem Ziel einer klimaneutralen Landeshauptstadt entfernt. Die bisherigen Initiativen der Stadtverwaltung, wie sie zuletzt im Klimabericht 2012 dargelegt wurden, reichen jedenfalls bei weitem nicht aus, Düsseldorf CO2-neutral zu machen. Das belegt nicht zuletzt das am 20. Juni vorgestellte Intergrierte KLimaschutzkonzept für die Stadt Düsseldorf des Wuppertal Instituts.

 
 

Wir feiern - ein Fest der Vernunft!

   
 
 

Nicht immer können Bürgerinitiativen und Umweltverbände Erfolge feiern - wir aber haben


allen Grund dazu! Jetzt steht endgültig fest: Weder in Krefeld-Uerdingen noch in Düsseldorf
wird ein Kohlekraftwerk gebaut.

Über fünf Jahre dauerte unser Kampf gegen die Klimakiller und Dreckschleudern. Netzwerke
wie die klima-allianz deutschland und campact und viele Einzelpersonen haben uns unterstützt.
Aber auch die Solidarität der Bürgerinitiativen an anderen Kraftwerksstandorten und der
Einsatz namhafter PolitikerInnen hat uns ermutigt.

Allen, die mitgeholfen haben, sagen wir mit unserem Fest

“DANKESCHÖN”.

Bei Musik, Essen und Trinken wollen wir gemeinsam das Erreichte feiern. In einer Talkrunde - moderiert von Andreas Vollmert - blicken wir zurück. Als Festredner wird Michael Müller, Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings, unsere Erfolge im Einsatz für die Energiewende einordnen.

Wann: Samstag, den 23. Juni 2012, 15.30 bis ca. 20.00 Uhr

Wo: Festzelt neben Kirche St. Matthias gegenüber dem Chempark Tor 4, 47829 Krefeld-Uerdingen Hohenbudberg, Kirchstr. 1

Alle Infos (Anreise, etc.) finden Sie im Einladungs-Flyer

 

 
 

Stadtwerke Düsseldorf bauen Gaskraftwerk / BUND begrüßt Entscheidung

„Wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen Landeshauptstadt“

09.12.2011 - Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Düsseldorf hat am 9. Dezember einstimmig für den Bau eines modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks auf der Lausward gestimmt. Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte die Entscheidung. mehr

 
 

BUND unterstützt Gaskraftwerksplanung in Düsseldorf

   
 
 
   

Ende der Stellungnahme-Frist zum Genehmigungsantrag / „Wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit, aber Nachbesserungen notwendig“ / Problematische Stickoxide

16.09.2011 - Der BUND unterstützt die Pläne der Stadtwerke Düsseldorf für eine Gaskraftwerk. In einer Stellungnahme zum Genehmigungsantrag der Stadtwerke Düsseldorf für ein GuD-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis zu 630 Megawatt und einem Gesamtnutzugsgrad von maximal 85 Prozent betont der BUND die energiewirtschaftlichen Pluspunkte des Vorhabens gegenüber dem ursprünglich geplanten Kohlekraftwerk. Im Detail gibt es allerdings auch Nachbesserungsbedarf.  mehr

 
 

Forum

„Leben ohne Atom? Wie geht das in Düsseldorf?

 

Donnerstag, 30. Juni 2011, 19.00 Uhr

 
 
   

 

WBZ - Weiterbildungszentrum der VHS Düsseldorf

Am Hauptbahnhof -

Bertha-von-Suttner-Platz 1

40227 Düsseldorf

 

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima geht es darum, wie und mit welcher Geschwindigkeit der Ausstieg aus der Atomenergie gelingen kann.

 

Mit Ihnen diskutieren:

 

Rosa Hemmers, EUROSOLAR -Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien

Udo Brockmeier, Stadtwerke Düsseldorf

Jörg Gonsior, ver.di Landesbezirk NRW, FB Ver- und Entsorgung

Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf (angefragt)

 

Moderation:

Michael Brockerhoff, Rheinische Post

 

Eine zentrale Frage dabei ist, wie die lokale Energieversorgung zukünftig organisiert wird und was jede und jeder Einzelne für einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien tun kann.

In Düsseldorf hat sich jetzt eine große Zahl von Organisationen zusammengefunden, die diese Frage für unsere Stadt diskutieren will und für einen aktiven Düsseldorfer Beitrag zum Atomausstieg eintritt. Wir laden alle Interessierten ganz herzlich zu einem Diskussionsforum ein.

 
 
 
 

22.03.2011

Atomausstieg jetzt! Demo vor der E.On-Zentrale

   
 
 
   

Mehr als tausend Menschen folgten gestern Abend dem Auf-ruf des Anti-Castor-Bündnisses zur Mahnwache und Demo in Düsseldorf. Nach einer Schweigeminute zum Andenken an die Opfer der japanischen Natur- und Atomkatastrophe setzte sich der Demonstrationszug vom Grabbeplatz aus in Bewegung. Vor der Zentrale des Atomkonzerns E.On, der in Deutschland noch sechs AKW-Blöcke betreibt, sammelten sich die Demo-TeilnehmerInnen zur abschließend Kundgebung.

Dirk Jansen, Sprecher des Aktionsbündnisses ASTR(H)EIN, appellierte dabei, trotz der tiefen Betroffenheit über die Reaktorkatastrophe, diese auch als auch Ansporn zu sehen, den Kampf für den Sofortausstieg aus dieser prinzipiell unbeherrschbaren Hochrisikotechnologie zu verstärken. "Der Atom-GAU von Fukushima ist Ausdruck menschlicher Überheblichkeit und des Irrglaubens, diese Technologie beherrschen zu können", sagte Jansen. Die Atomkatastrophe in Japan mache zunehmend auch wütend. "Politiker und Politikerinnen, die sich in der Vergangenheit als treue Erfüllungsgehilfen der Atomindustrie bewährt haben, übertreffen sich jetzt auf einmal mit Ausstiegsforderungen. Wir halten die Ankündigung, die Laufzeitverlängerung einiger Meiler temporär auszusetzen für einen billigen Bluff: Abschalten statt Aussetzen oder Aussitzen, das muss endlich das Leitmotiv für das Handeln von Bundes- und Länderregierungen werden!", so Jansen.

[Den kompletten Redetext finden Sie ...hier]

 

Fotos: Dirk Jansen

 
 

14.03.2011

"Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!

 
 

Mahnwache in Düsseldorf, 14. März 2011, 18.00 Uhr

Derzeit ereignet sich in Japan eine atomare Katastrophe. In mindestens zwei Reaktoren in Fukushima I hat wohl die Kernschmelze begonnen. In beiden Reaktoren besteht die Gefahr, dass es zu einem GAU kommt. Aktuell  kommen immer weitere beunruhigende Nachrichten: Das Kühlsystem eines dritten der ingesamt sechs Reaktoren ist kollabiert. Kurz zuvor hatte eine Explosion das Dach eines anderen Reaktors zerstört. Die Regierung teilte mit: Es sei nicht viel Strahlung ausgetreten, der Schutzmantel sei intakt. Die Bevölkerung glaubt dem nicht, und ist auf der Flucht.

Die Ereignisse in Japan machen betroffen, sollten aber auch Ansporn sein, unsere Aktivitäten zum Sofortausstieg aus dieser prinzipiell unbeherrschbaren Hochrisikotechnologie zu verstärken

An vielen Orten Nordrhein-Westfalens finden deshalb heute Mahnwachen unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt! statt. Ein Übersicht mit weiteren Infos findet ihr unter  www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima)

In Düsseldorf findet die Mahnwache des Anti-Castor-Bündnisses heute von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr am Heinrich-Heine-Platz (am Carsch-Haus) statt.

 
 

Gas oder LED? Rat beschäftigte sich mit ASTR(H)EIN-Eingabe

 

Untersuchungsprogramm wird erweitert

 
 
Foto: D. Jansen

Als Beitrag zur Versachlichung der Debatte „Gas vs. LED“ hatten Dirk Jansen und Holger Wendler eine Eingabe an den Anregungs- und Beschwerdeausschuss der Stadt getätigt. Darin wurde angeregt, im Vorfeld der Ratsentscheidung über den Masterplan „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ eine sachliche Bewertung gemäß eines detaillierten Kriterienkatalogs vorzunehmen (siehe unten, Meldung vom 2.9.2010). Diese Eingabe wurde am 9. Dezember 2010 in öffentlicher Sitzung des Ausschusses behandelt.

Im Ergebnis wird die Verwaltung wird die Anregung aufgreifen, indem sie den
Untersuchungsrahmen bei den derzeit durchgeführten Pilotprojekten
erweitert. Nach Ablauf der Untersuchen werden die Fachausschüsse sowie
der Anregungs- und Beschwerdeausschuss über das Ergebnis informiert.

 

N i e d e r s c h r i f t über die Sitzung des Anregungs- und Beschwerdeausschusses
am 09.12.2010 (Auszug)

12/ 26/2010

Anregung zur Entscheidungsfindung bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Herr Jansen erläutert die Eingabe und fordert, dass sich die Klimaschutzbemühungen der Stadt nicht nur auf Randthemen wie Straßenbeleuchtung konzentrieren dürfen. Der Masterplan „energie-effiziente Straßenbeleuchtung“ erfülle die wissenschaftlichen Anforderungen an einen Systemvergleich nicht. Neben ökonomischen müssten auch ökologische Kriterien herangezogen werden.
Herr Stieler vom Amt für Verkehrsmanagement teilt mit, dass die Anregung aufgenommen wird, indem der Untersuchungsrahmen bei den derzeit durchgeführten Pilotprojekten auf einen Systemvergleich Gasbeleuchtung zu LED-Beleuchtung erweitert und die von den Antragstellern genannten Aspekte hierbei berücksichtigt werden. Die Ergebnisse werden den zuständigen Fachausschüssen mit dem Abschluss der Untersuchungen vorgestellt. Der Masterplan, der am 16.12.2010 im Rat zur Beschlussfassung vorliegen wird, sei jedoch von dieser Anregung nicht betroffen. Dort gehe es zunächst um die Reduzierung der Gaslaternen, nicht um die Festlegung der zukünftigen Beleuchtungsart.
In der sich anschließenden Diskussion, an der sich Ratsherr Rütz, Ratsfrau Warden, Frau Berghaus und Herr Dr. Sawalies beteiligen, werden das Kosten-/Nutzenverhältnis beim Austausch der Gaslaternen, Fragen des Denkmalschutzes und der Ablauf des Pilotprojektes angesprochen. Der Ausschuss ist sich jedoch einig, dass das Thema in den zuständigen Fachausschüssen zu diskutieren ist.
Auf Hinweis von Frau Berghaus sagt Herr Stieler zu, dass die Bürgerbeteiligung im Vorfeld zukünftiger Umrüstungsmaßnahmen optimiert wird.
Der Vorsitzende, Ratsherr Simons, dankt den Antragstellern für ihre Anregung, die von der Verwaltung aufgegriffen werden wird. Er bittet die Verwaltung, nach Ablauf der Untersuchungen nicht nur die Fachaus-schüsse, sondern auch den Anregungs- und Beschwerdeausschuss über das Ergebnis zu informieren.

 

Aktuelle Medienberichtersttung zum "Leuchtenstreit":

 
 

Gaslaternen in Düsseldorf -

Aufbegehren vor Ratsentscheid:

http://www.centertv.de/mediathek/gaslaternen

_in_duesseldorf__aufbegehren_vor_ratsentscheid/

   

http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=1021181

 

"Die Laterne im Dorf lassen"

von Alexander Schulte, 10.12.2010

Initiative Pro Gaslicht bekommt Oberwasser, die Politik will die Bürger entscheiden lassen.

 

 

http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Buergerbegehren-fuer-die-Gaslaternen-id4045016.html

 

Denkmalschutz

Bürgerbegehren für die Gaslaternen?

10.12.2010, Michael Mücke

Düsseldorf. Wenige Tage vor der Ratsentscheidung über den Abbau von 1400 Gaslaternen in Düsseldorf fahren die Kritiker schweres Geschütz auf.

 
 

12.11.2010

Umweltpreis für Düssel-Solar

Anerkennung für engagiertes Handeln

   
 
 
Foto: D. Jansen
   

Der Verein Düssel-Solar – Mitglied bei ASTR(H)EIN – ist mit dem mit 2.500 Euro dotierten Umweltpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Dirk Elbers hat den Preis heute im Jan-Wellem-Saal des Rathauses an die Vorstandsmitglieder des Vereins, Anja Vorspel und Kaspar Michels, überreicht. „Der Umweltpreis der Landeshauptstadt ist eine rückwirkende Anerkennung für den Einsatz für Natur und Umwelt. Wer ihn bekommt, hat bereits einiges vorzuweisen“, betonte Elbers im Rahmen der Feierstunde. „Der Verein Düssel-Solar bringt die Nutzung der Solarenergie hier in Düsseldorf engagiert voran.“ Bereits im April hatte Düssel Solar den BUND-Energiepreis 2009 des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland erhalten.

Als Verein für Bürgersolaranlagen such Düssel-Solar nach Dächern, die sich für die Installation von Fotovoltaikanlagen eignen. Die bisherigen Standorte hat die Stadt Düsseldorf ermittelt und zur Verfügung gestellt. Ziel ist, auch denjenigen Menschen, die keine große Summen aufbringen können oder über kein geeignetes Dach verfügen, das Investieren in erneuerbare Energien und eine klimagerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. Mehr als 90 Gesellschafter engagieren sich bei Düssel-Solar für eine klimafreundliche Stromerzeugung.

   
 
   

Bisher gibt es fünf Düssel-Solar-Anlagen mit einer installierten Leistung von 156 Kilowatt (peak). Damit lassen sich etwa 130.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Mehr als 60 Tonnen Kohlendioxid werden so vermieden.

Die Solar-Anlagen sechs und sieben sind bereits in Planung. Wer sich noch beteiligen möchte, ist herzlich willkommen.

Alle weiteren Infos unter http://www.buefem.de/duessel-solar/

 
 

06.11.2010

Der Weg zur klimaneutralen Kommune

Erfolgreiche Tagung des BUND

   
 
 
   

Die BUND-Tagung „Der Weg zur klimaneutralen Kommune“ war ein voller Erfolg. Etwa 60 VertreterInnen aus Verbänden, Politik und Verwaltungen kamen am 6. November im Umweltzentrum Düsseldorf zusammen, um die kommunalen Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion der Treibhausgase mit den geladenen Experten zu diskutieren. Hoch aktuell war dabei die Vorstellung der Klimaschutzstrategie der Landesregierung durch Heinz Baues aus dem Klimaschutzministerium. ManfredFischedick vom Wuppertal Institut erläuterte die Handlungsfelder für Klimaschutz in der integrierten Stadtentwicklung, während Klaus Reuter von der LAG Agenda 21 in NRW einen Überblick über kommunale Klimaschutz- und Anpassungsstrategien gab. Am Beispiel Düsseldorfs erläuterte Umweltamts-Chef Werner Görtz die Technologieoptionen für klimaverträgliche Großstädte.

Alle Vorträge und weitere Infos zum Thema gibt es …hier

 
 
 
 

Foto: www.felix.linde.de.vu

Mehr Fotos ...hier

 
     
     

Castorstrecken-Aktionstag in Düsseldorf

Samstag, den 23. Oktober 2010, 11 Uhr, Staufenplatz

Trotz häufiger Störfälle in deutschen Atomkraftwerken hat die schwarz-gelbe Bundesregierung den so genannten "Atomkonsens" aufgekündigt und deutlich längere Laufzeiten (bis zu 60 Jahre!) für Atomkraftwerke beschlossen. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt dies ab. In Düsseldorf haben sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zum „Anti-Castor-Bündnis Düsseldorf" zusammengeschlossen, um ihren Protest gegen diese Atompolitik gemeinsam auf die Straße zu tragen. Am Samstag, den 23. Oktober 2010 beteiligt sich das Bündnis mit einer Aktion am Staufenplatz am bundesweiten „Castorstrecken-Aktionstag". Die Aktion beginnt um 11 Uhr.

Mit dieser und weiteren für den Herbst geplanten Aktionen will das Bündnis seinen Forderungen: Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, kein Atommülllager in Gorleben, kein Atommülltransport durch Düsseldorf, Nachdruck verleihen.

 

 
   
 
 
   
Veranstaltungstipp

Der Weg zur klimaneutralen Kommune

Düsseldorf, 6. November 2010, 10.00 - 16.00 Uhr

Der Handlungsspielraum für kommunale Klimaschutzmaßnahmen ist groß. Von der Bauleitplanung bis zum Beschaffungswesen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele auch auf kommunaler Ebene zu leisten. Wie etliche Beispiele aus der Planungspraxis zeigen, ist das Ziel einer bilanziell CO2-freien Kommune bis zur Mitte dieses Jahrhunderts keine Utopie. Ziel der Veranstaltung, die der BUND in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW durchführt, ist es, die kommunalen Handlungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund aktueller Beispiele aus NRW aufzuzeigen und zu diskutieren. Hochrangige Referenten konnten für die Tagung verpflichtet werden.

 
 

02.09.2010

LED kontra Gas: ASTR(H)EIN fordert ideologiefreie Debatte

Klimaschutz ohne Tabus / Vor Entscheidung Kriterienkatalog abarbeiten

   
 
 
Foto: Stadt Düsseldorf
   

Das Aktionsbündnis Sauberer Strom am Rhein - ASTR(H)EIN fordert eine Versachlichung der Debatte um den Ersatz der Düsseldorfer Gasleuchten durch LED. Im Rahmen der Entwicklung eines Masterplans Straßenlicht müssten die Leuchtentypen frei von Ideologie nach nüchternen fachlichen Kriterien bewertet werden. Oberstes Ziel müsse es sein, einen möglichst optimalen Beitrag zum Klimaschutz zu den ökonomisch günstigsten Bedingungen zu erreichen.

„In Sachen Klimaschutz darf es keine Tabus geben, wenn wir unser Ziel einer klimaneutralen Landeshauptstadt bis zum Jahre 2050 erreichen wollen“, sagte Dirk Jansen, Sprecher des Aktionsbündnisses ASTR(H)EIN. „Allerdings ist zu prüfen, ob es nicht vorrangigere, effizientere und kostengünstigere Lösungen zur CO2-Reduktion gibt. Gasleuchten sind zwar nichts anderes als Heizpilze im Kleinformat, ihr Ersatz durch effiziente LEDs würde aber sehr viel Kapital binden, was anderweitig sinnvoller eingesetzt werden könnte. Auch vor dem Hintergrund, dass es etliche von der städtischen Politik vollkommen unzureichend beachtete Klimaschutzfelder gibt, ist die derzeitige Fokussierung auf den Leuchtenstreit wenig zielführend.“

Von den gesamtstädtischen Kohlendioxid-Emissionen von 5,73 Millionen Tonnen in 2007 entfielen etwa 0,2 % auf die Gaslaternen. In Bezug auf die allein von der Stadtverwaltung zu verantwortenden Treibhausgasemissionen von 115.000 t/a beträgt der Gasleuchten-Anteil allerdings 13 %.

Unbestritten sei, dass eine Gasleuchte mit dem Ausstoß von 880 kg CO2/Jahr ein Vielfaches klimaschädlicher ist, als eine LED-Leuchte (35 kg/Jahr). Will Düsseldorf sein Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein, realisieren, müssten daher mittelfristig alle Gasleuchten ersetzt oder aber durch Biogas versorgt werden. Bei der letzten Option bleibe aber das Grundproblem des hohen Energiebedarfs der Gasleuchten. Zumindest beim Ausfall von Gasleuchten sollte deshalb schon jetzt konsequent auf LEDs umgestiegen werden.

Laut ASTR(H)EIN dürften aber die so genannten CO2-Vermeidungskosten nicht außer Acht gelassen werden. Eine Tonne CO2 einzusparen koste so z.B. mit Windkraftanlagen zwischen 40 und 60 Euro. Setze man ein Mittel von 50 Euro an, könnten mit Investitionen von 10 Millionen Euro jährlich somit 200.000 t CO2 bilanziell eingespart werden. Auf zehn Jahre hochgerechnet bei einem Einsatz von 100 Millionen Euro also mehr als ein Drittel aller CO2-Emissionen Düsseldorfs. Dem gegenüber wären die CO2-Vermeidungskosten beim kompletten Ersatz der Gasleuchten exorbitant hoch. Die Einsparung von 12.000 t/a CO2 durch den Ersatz der 16.700 Gasleuchten würde nach Angaben der Initiative Pro Gaslicht etwa 140 Mio. Euro kosten. Andere Energiesparoptionen seien wirtschaftlicher.

„Von daher sollte gut überlegt werden, ob nicht zuerst Investitionen in Gebäudedämmung, in eine klimaneutrales Beschaffungswesen oder eine umweltfreundliche Verkehrsstruktur getätigt werden. Auch die städtische Beteiligung an Windkraftanlagen käme in Frage“, sagte Dirk Jansen. „Es besteht ansonsten die Gefahr, dass durch den Leuchtenstreit von den wahren Problemen abgelenkt wird.“ Vor einer Entscheidung müssten zudem die Vor- und Nachteile der verschiedenen Leuchtensysteme analysiert werden. Dabei gelte es, von den Lebenszykluskosten bis zur Insektenverträglichkeit alle ökonomischen und ökologischen Aspekte abzuwägen. ASTR(H)EIN hat einen entsprechenden Kriterienkatalog vorgelegt, der Grundlage einer Ratsentscheidung werden könnte.

 

 

A. Ökonomische Kriterien

B. Ökologische Kriterien

Leistung

Insektenverträglichkeit

Lichtstrom

Einfluss des Lichtspektrums, der Farbwiedergabe und der Frequenz auf den Menschen

Lichtausbeute

Kumulierter Energieverbrauch

Beleuchtungswirkungsgrad

Materialströme für alle Lampenbestandteile in der Herstellungs-, Gebrauchs- und End-of-Life-Phase

Lebenszykluskosten (Betriebskosten/Energiekosten)

Bewertung hinsichtlich des Treibhausgaspotenzials

Anschaffungs- und Installationskosten (Umrüstung/Austausch)

Instandhaltungs-/Sanierungskosten 

Bewertung hinsichtlich des Versauerungspotenzials

Transportkosten

Bewertung hinsichtlich des Eutrophierungspotenzials

Lebensdauer

Bewertung hinsichtlich des Photochemischen Ozonbildungspotenzials

CO2-Vermeidungskosten 

Bewertung hinsichtlich des Humantoxikologischen Potenzials

 

Bewertung hinsichtlich des Feinstaubbildungspotenzials

 

 
 

24.08.2010

Gaskraftwerk Lausward: Genehmigungsverfahren hat begonnen

Nach dem Aus für eine Steinkohlenkraftwerk planen Stadtwerke Düsseldorf um / Kühlwasser-Problematik bleibt bestehen

   
 
 
Quelle: Stadtwerke Düsseldorf AG

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat jetzt das offizielle Genehmigungsverfahren zum Bau eines Gaskraftwerks in der Lausward eingeleitet. Im Rahmen des so genannten Scoping-Verfahrens soll jetzt der Umfang der gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt werden. Grundlage sind die Planungen der Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD) zum Bau einer 420 Megawatt (elektrisch) Gas-und Dampf-Anlage (GuD) am Standort des Heizkraftwerks Lausward. Der geplante Block soll mit einer Wärmeauskopplung für eine Leistung von ca. 250 MWth ausgerüstet werden. ... mehr

 
 

03.07.2010

Erfolgreicher Verkehrswende-Aktionstag

Eine "Verkehrswende in Düsseldorf" fordert ein breites Aktionsbündnis aus Bürgerinitiativen, Umwelt- und Verkehrsverbänden

Mehrere Hundert TeilnehmerInnen warben am 3. Juli 2010 in Düsseldorf für ein radikales Umsteuern in der

     
 

 
 
Mehr Fotos und Infos zum Aktionstag
 

Düsseldorfer Verkehrspolitik. Mit dem Bekenntnis der Stadt Düsseldorf für eine klimaneutrale Landeshauptstadt bis 2050 sei zwar ein wichtiges Ziel formuliert worden. Allerdings klammerten die konkreten Klimaschutzplanungen bislang allesamt ausgerechnet den Verkehr aus. Zu den Trägern des Verkehrswende-Bündnis gehören der ADFC,  ASTR(H)EIN, attac, die Baumschutzgruppe Düsseldorf, der BUND, das Bündnis Freiräume für Bewegung, Düssel-Solar, die Initiative gegen die Stadtautobahn L404n, die Naturfreunde, der VCD und Robin Wood.

Höhepunkt und Abschluss des Aktionstages war die "Inbesitznahme" der "Tausendfüßler" genannten Hochbrücke in der Düsseldorfer Innenstadt. Der Tausendfüßler stehe als Symbol für die autogerechte Stadt. Dieses falsche Leitbild müsse endlich überwunden werden. Im Vorfeld des Aktionstages war es zum juristischen Streit mit dem Polizeipräsidenten gekommen, der die Versammlung nur eingeschränkt genehmigen wollte.

Die Stadt Düsseldorf ist für den jährlichen Ausstoß von fast 6 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid verantwortlich, so das Verkehrswende-Bündnis. Ein Fünftel davon stamme aus dem Verkehr. 340.000 in der Landeshauptstadt angemeldete Kraftfahrzeuge und zusätzlich rund 280.000 Autopendler werktäglich sorgten für dicke Luft. Feinstaub, Stickoxide und Lärm verursachten gesundheitliche Schäden. Die anhaltende Fixierung der Stadtplanung auf den motorisierten Verkehr und der geplante Bau neuer vierspuriger Einfahrtsschneisen schränkten die Lebensqualität der Stadtbewohner immer weiter ein.

Mit einem Verkehrswende-Aktionstag am 3. Juli 2010 hat das Bündnis ein deutliches Zeichen für ein Umsteuern in der Verkehrspolitik gesetzt. Mit fantasievollen Aktionen wurde für einen umwelt- und menschenfreundlichen Verkehr geworben  - weg vom Leitbild der autogerechten Stadt, hin zu Verkehrsvermeidung und -verlagerung, der Stärkung von Bus-, Bahn-, Fuß- und Radverkehr. Ziel ist es, mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Landeshauptstadt zu schaffen. Dafür bedürfte es einer  Stadtplanung, die sich endlich vorrangig an den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen orientiert.

Download: Forderungen des Verkehrswende-Bündnis für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Düsseldorf

 
 

04.06.2010

Internationaler Tag der Umwelt

Verkehrswende-Bündnis fordert Umsteuern in Düsseldorf

Düsseldorf, 04.06.2010 - Anlässlich des Internationalen Tags der Umwelt fordert ein breites Düsseldorfer Aktionsbündnis aus Bürgerinitiativen, Umwelt- und Verkehrsverbänden ein radikales Umsteuern in der Düsseldorfer Verkehrspolitik. Mit dem Bekenntnis der Stadt Düsseldorf für eine klimaneutrale Landeshauptstadt bis 2050 sei zwar ein wichtiges Ziel formuliert worden. Allerdings klammerten die konkreten Klimaschutzplanungen bislang allesamt ausgerechnet den Verkehr aus. Zu den Trägern des Verkehrswende-Bündnis gehören der ADFC, ASTR(H)EIN, attac, die Baumschutzgruppe Düsseldorf, der BUND, das Bündnis Freiräume für Bewegung, Düssel-Solar, die Initiative gegen die Stadtautobahn L404n, die Naturfreunde, der VCD und Robin Wood.

Die Stadt Düsseldorf ist für den jährlichen Ausstoß von fast 6 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid verantwortlich, so das Verkehrswende-Bündnis. Ein Fünftel davon stamme aus dem Verkehr. 340.000 in der Landeshauptstadt angemeldete Kraftfahrzeuge und zusätzlich rund 300.000 Autopendler werktäglich sorgten für dicke Luft. Feinstaub, Stickoxide und Lärm verursachten gesundheitliche Schäden. Die anhaltende Fixierung der Stadtplanung auf den motorisierten Verkehr und der geplante Bau neuer vierspuriger Einfahrtsschneisen schränkten die Lebensqualität der Stadtbewohner immer weiter ein.

Mit einem Verkehrswende-Aktionstag am 3. Juli 2010 will das Bündnis ein deutliches Zeichen für ein Umsteuern in der Verkehrspolitik setzen. Mit fantasievollen Aktionen soll dann für einen umwelt- und menschenfreundlichen Verkehr geworben werden - weg vom Leitbild der autogerechten Stadt, hin zu Verkehrsvermeidung und -verlagerung, der Stärkung von Bus-, Bahn-, Fuß- und Radverkehr. Ziel ist es, mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Landeshauptstadt zu schaffen. Dafür bedürfte es einer  Stadtplanung, die sich endlich vorrangig an den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen orientiert.

Mehr Infos: www.verkehrswendefuerduesseldorf.de

 
 

23.04.2010

BUND und Bürgerinitiativen begrüßen Entscheidung / Wichtiges landespolitisches Signal

Stadtwerke Düsseldorf beschließen Aus für Kohlekraftwerk

 

     
 

 
 
 
 

Düsseldorf, 23.04.2010 – Als „großartigen Erfolg der Anti-Kohlekraftwerks-Bewegung und wichtiges

landespolitisches Signal“ begrüßten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Aktionsbündnis ASTR(H)EIN das heute vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Düsseldorf AG beschlossene Aus für das geplante 400-Megawatt-Kohlekraftwerk in Düsseldorf. Wie die Stadtwerke soeben mitteilten, sollen - wie vom BUND lange gefordert – jetzt der Genehmigungsantrag zurückgezogen und stattdessen Planungen für ein wesentlich umweltfreundlicheres Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Koppelung vorangetrieben werden. Dazu wollen die Stadtwerke einen dreistelligen Millionenbetrag in Erneuerbare Energien investieren.

 

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW und Sprecher des Düsseldorfer Aktionsbündnis Sauberer Strom am Rhein – ASTR(H)EIN: „Wir begrüßen die Entscheidung der Stadtwerke Düsseldorf und sehen uns in unserem Widerstand bestätigt: Kohlekraftwerke haben keine Zukunft. Mit dem Aus für den Kohleblock ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Landeshauptstadt aus dem Weg geräumt worden.“ Der Stadt Düsseldorf und ihren Bürgerinnen und Bürgern blieben jetzt ein jährlicher Ausstoß von 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid, mehr als 160 Tonnen des extrem gesundheitsschädlichen Feinstaubs, 1.800 Tonnen Stickstoffdioxid und ein giftiger Cocktail aus Blei, Quecksilber, Arsen und anderen Schwermetallen erspart.

 

Seit 2007 hatten BUND und ASTR(H)EIN gegen den geplanten Kohleblock im Düsseldorfer Hafen und für eine zukunftsfähige Energieversorgung mobil gemacht. Im Februar 2009 fasste der Stadtrat daraufhin einen einstimmigen Beschluss gegen das Kohlekraftwerk. Auch die von den Kraftwerksgegnern entwickelten Vorschläge für ein klimaneutrales Düsseldorf finden inzwischen breite Unterstützung der Stadt.

 

„Wir werden den weiteren Weg einer Energiewende in Düsseldorf auch weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten“, kündigte Jansen an. „Düsseldorf kann so Vorreiter für den Klimaschutz im Lande werden. Die heutige Entscheidung ist aber auch ein deutliches Signal an die ewiggestrigen Kohlebefürworter - es geht anders.“

 

Mit Sorge betrachtet der BUND, dass wenige Kilometer rheinabwärts in Krefeld das Genehmigungsverfahren für ein neues Kohlekraftwerk vorbereitet wird. Der BUND fordert deshalb ein Landesklimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielvorgaben und landesplanerischen Festlegungen zum Ausschluss neuer Kohlekraftwerke.

 
 

BUND-Energiepreis für Düssel-Solar

Prämierung beispielhafte Solarinitiativen

   
 
 
Foto: D. Jansen
   

Der BUND-Energiepreis hat seine ersten Träger. Den mit insgesamt 1.000,- Euro dotierten Preis teilen sich der SolarVerein Troisdorf und Düssel-Solar aus Düsseldorf. Der BUND würdigte damit das beispielhafte Engagement der beiden Vereine. „Dezentrale Stromversorgung von unten, nicht gesteuert von ein paar großen Monopolisten, das ist der richtige Weg in die Zukunft", sagte Willy Baitinger, Sprecher des Landesarbeitskreises Energie, anlässlich der Preisverleihung im Rahmen der diesjährigen BUND-Landesdelegiertenversammlung. Düssel-Solar hat inzwischen schon die vierte Bürgersolaranlage realisiert und damit etwa 130 kW-Solarleistung „auf die Dächer gebracht". Seit 2008 hat auch der SolarVerein Troisdorf bereits drei Bürgersolaranlagen realisiert.

Klimaschutzpreise gibt es einige, aber nicht immer werden sie uneigennützig vergeben. So betreibt z.B. RWE landauf landab „Greenwashing", indem Preisgelder für lokale Natur- und Klimaschutzprojekte vergeben werden. Der BUND lehnt die Annahme solcher Gelder ab, und hat bereits 2006 einen entsprechenden Beschluss auf der Landesdelegiertenversammlung gefasst.

Um RWE und Co. etwas entgegen zu setzen, hat der BUND-Landesarbeitskreis Energie den „BUND-Energiepreis" kreiert. Er belohnt Projekte, die einen vorbildlichen Beitrag zu einem umweltfreundlichen Umgang mit Energie leisten.

 
 

15.04.2010

Effektiver Klimaschutz für NRW - Klimaschutzgesetz jetzt!

Jetzt Appell unterzeichnen!

NRW ist bundesweites Schlusslicht beim Klimaschutz. Doch statt aktiv zu werden, macht die Landesregierung bisher Politik für die Energiekonzerne: Im Dezember strich die CDU-FDP-Mehrheit Klimaschutz-Vorgaben ersatzlos aus dem Gesetz - nur um das gerichtlich gestoppte Eon-Kohlekraftwerk zu retten. Eine neue Regierung muss nach der Wahl handeln: NRW braucht das Klimaschutzgesetz!

Für ein effektives und wirksames Klimaschutzgesetz für NRW!

Mehr Infos zur Kampagne

Hier direkt den Appell unterzeichnen

 
 

13.04.2010

BUND überprüft Umweltprofil der Düsseldorfer Landtagskandidaten. CDU und FDP für Kohlekraftwerke.

Düsseldorfer Landtagskandidaten im Ökocheck

Düsseldorf, 13.04.2010: Der Nordrhein-Westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz

     
 

 
 
 
 

Deutschland (BUND) hat im Rahmen seines landesweiten Kandidatenchecks auch die 20 Düsseldorfer Direktkandidaten der aussichtsreich für den Landtag aufgestellten Parteien zu umweltpolitischen Kernthemen befragt. Bis auf zwei Kandidaten der FDP und einen Vertreter von der Partei DIE LINKE haben bislang alle am BUND-Kandidatencheck teilgenommen.

Von den Kandidaten für ein Landtagsmandat bestehen nur die Vertreterinnen und Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und der Partei DIE LINKE den BUND-Ökotest. Sie lehnen den Neubau von Kohlekraftwerken und die Gentechnik in der Landwirtschaft ab, votieren gegen einen weiteren Flughafenausbau und wollen den Flächenverbrauch auf null reduzieren. Durchgefallen sind hingegen die Kandidaten von CDU und FDP, die keine der BUND-Fragen vollständig im Sinne der Umwelt beantworteten. Das Antwortverhalten der SPD bewertet der BUND als „zwiespältig“.

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW: „Erfreulich ist, dass unsere Forderung nach Ausweitung der Umweltzone, für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für einen Stopp des Flächenverbrauchs eine große Parteien übergreifende Mehrheit findet.“ Bemerkenswert sei auch, dass sich nur Bündnis 90/Die Grünen und die Partei DIE LINKE ohne Wenn und Aber gegen den Bau von neuen Kohlekraftwerken aussprechen. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Zukunft des Kraftwerksstandortes in der Lausward hätte sich der BUND hier auch ein klares Votum der übrigen Kandidaten gewünscht.

"Der Kandidatencheck gibt allen umweltpolitisch interessierten Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, sich ohne großen Aufwand über das umweltpolitische Profil ihrer jeweiligen Kandidaten zu informieren und ihnen ihre Meinungen dazu mitzuteilen“, sagte Michael Süßer, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Düsseldorf. Dass die meisten CDU-Kandidaten einheitlich vorgefertigte Textbausteine zur Begründung ihres Abstimmungsverhaltens verwendet hätten, trage allerdings nicht unbedingt zur Meinungsfindung bei.

Hinweis: Unter www.bund-nrw.de/kandidatInnencheck können Kandidaten nach Namen, Wahlkreis oder Wohnort gesucht werden. Unter http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/wahlen_in_nrw/ finden Sie viele weitere BUND-Infos zur Landtagswahl 2010 (Kernforderungen, Bilanz).

 

Die Ergebnisse in den Wahlkreisen 40 bis 43 im Einzelnen:

http://www.bund-nrw.de/kandidatinnencheck/rp_duesseldorf/?district=40

http://www.bund-nrw.de/kandidatinnencheck/rp_duesseldorf/?district=41

http://www.bund-nrw.de/kandidatinnencheck/rp_duesseldorf/?district=42

http://www.bund-nrw.de/kandidatinnencheck/rp_duesseldorf/?district=43

 
 

20.02.2010

Aus für Kohlekraftwerk in Düsseldorf rückt näher - Stadtwerke planen Gaskraftwerk

Das offizielle Aus für das beantragte Kohlekraftwerk in der Lausward rückt näher. Die Stadtwerke Düsseldorf (SWD) haben jetzt europaweit einen Planungsauftrag für Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) der 400 MW-Klasse ausgeschrieben (siehe Ausschnitt unten). Bis zum 15. März können entsprechende Angebote abgegeben werden. Allerdings behält sich SWD vor, den Vertrag zu beenden, sollte das Projekt doch nicht realisiert werden.

     
 

Rheinische Post, 20.02.2010

Projektentwicklung Lausward

Stadtwerke planen Gaskraftwerk

Der Düsseldorfer Energieversorger hat die Projektentwicklung eines Gasblocks auf der Lausward ausgeschrieben. Politiker und Naturschützer begrüßen die Hinwendung zur Kohle-Alternative. Fernwärme-Versorgung ist Teil des Konzepts.

VON MICHAEL BROCKERHOFF  mehr

 
 
 
 

Das Aktionsbündnis "Sauberer Strom am Rhein - ASTR(H)EIN" begrüßt den Schwenk der Stadtwerke und deren

Mehrheitseigner EnBW. Seit 2007 kämpft das Aktionsbündnis gegen den geplanten Kohleblock und für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Düsseldorf. Dirk Jansen, ASTR(H)EIN-Sprecher: "Sollten die Stadtwerke das Kohlekraftwerk tatsächlich begraben, wäre dies ein großer Erfolg für ASTR(H)EIN und den BUND. Das setzt aber voraus, dass die Stadtwerke endlich auch den bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereichten Genehmigungsantrag für den Kohleblock zurückziehen." Gewinner wäre nicht nur das Klima, dem durch die Umplanung jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen CO2 erspart blieben, sondern auch die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Im Vergleich mit einem 400 MW-Kohlekraftwerk, das mit dem jährlichen Ausstoß von 160 Tonnen Feinstaub und zahlreicher Schwermetalle ein großes Gesundheitsrisiko darstelle, laufe ein Gaskraftwerk nahezu schadstofffrei.

Ob allerdings ein 400 Megawatt-Gaskraftwerk überhaupt nötig ist, bezweifelt Jansen. Zwar habe ein GuD-Kraftwerk gegenüber einem Kohlekraftwerk den Vorteil einer besseren Anpassung an den aktuellen Bedarf. Auch in der Übergangszeit bis zur vollständigen Deckung des Strombedarfs durch erneuerbare Energien komme leicht regelbaren Gaskraftwerken eine wichtige Bedeutung beim Ausgleich von Lastschwankungen zu. Für Düsseldorf allerdings wäre ein 400 MW-Kraftwerk deutlich überdimensioniert. Zum einen bestehe damit die Gefahr, dass deutlich effizientere dezentrale Lösungen (z.B. Blockheizkraftwerke mit Nahwärmenetzen) und der Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert würden. Zum anderen müsste das Fernwärmenetz in Düsseldorf erst deutlich ausgebaut werden, um die Feuerungswärmeleistung effizient nutzen zu können.

 

KURZE BESCHREIBUNG DES AUFTRAGS ODER BESCHAFFUNGSVORHABENS: Die    Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD) beabsichtigen am Standort Kraftwerk    Lausward in Düsseldorf zur Strom- und Fernwärmeerzeugung in den    Bestandsanlagen eine Gas- und Dampfturbinenanlage der 400 MWKlasse zu    errichten. Die Machbarkeit wurde bereits bestätigt. Für die Errichtung der    GuD-Anlage wird hiermit die gesamte Projektplanung ausgeschrieben. Der    Umfang der Planungsleistungen wird als vollumfänglich betrachtet und    beinhaltet alle Planungsaktivitäten, die zum Erreichen des Projektzieles    notwendig sind (z.B. Überprüfung der Studien, Vor- und Entwurfsplanung,    Ausschreibungsplanung, Vergabeunterstützung, Genehmigungsplanung,    Detailplanung, Schnittstellenkoordination, Qualitätssicherung,    Dokumentation, Bauoberleitung, Bauüberwachung, Inbetriebnahmekoordination,    Schulungen, Terminplanung, Restpunkte- und Gewährleistungsabwicklung,.).    SWD behält sich vor, je nach Marktlage und Wirtschaftlichkeit, die    GuD-Anlage als Gesamtlieferung oder in Losen zu vergeben. Die GuD-Anlage    soll ca. Ende 2014 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. SWD behält sich    vor, den Vertrag zu beenden, sollte das Projekt nicht realisiert werden.


 
 

18.12.2009

Mehr Klimaschutz - auch im Verkehr!

Appell an den Rat

 
 
 

... zum Klimaappell

 

In einem vom VCD initiierten Appell an den Oberbürgermeister und den Rat der Stadt Düsseldorf fordern die Düsseldorfer Verkehrsinitiativen gemeinsam mit vielen UnterstützerInnen, im Sinne eines wirksameren Klimaschutzes endlich auch im Bereich des Verkehrs einen Richtungsschwenk hin zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik zu vollziehen. Zum Abschluss des Weltklimagipfels in Kopenhagen wurde der Appell an Vertreter der Ratsfraktionen überreicht.

Ziel des Appells ist eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehr – mit verbindlichen Ziel- und Zeitvorgaben. Die InitiatorInnen des Klima-Appells suchen noch Privatpersonen und Initiativen, die diesen Aufruf mit unterstützen wollen. Über entsprechende Rückmeldungen freut sich Doris Dams vom VCD (doris.dams@gmx.de).

 
 

27.11.2009

 

Schritt für Schritt mehr Solarstrom für Düsseldorf – Zwei neue Bürgersolaranlagen auf dem Dach der Dieter-Forte-Gesamtschule

Erstmalig kooperieren naturstrom, Düssel-Solar e. V. und Umwelt-Zentrum Düsseldorf e. V.

   
 

Die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Dieter-Forte-Gesamtschule

Foto: Düssel Solar e.V.

 
     
 
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Mit 1.500 Sonnenstunden im Jahr landet Düsseldorf als Großstadt laut aktueller Erhebungen bundesweit nur auf

Platz 24, doch mit dseinen Bürgersolaranlagen braucht sich die Landeshauptstadt nicht zu verstecken. Anfang Dezember gehen die 8. und 9. Bürgersolaranlage im Rahmen des Programms – auf dem Dach der Dieter-Forte-Gesamtschule – ans Netz. Bei optimaler Sonneneinstrahlung produzieren beide Anlagen rund 89.000 kWh und vermeiden etwa 44 Tonnen CO2–was nicht nur die Umwelt freut, sondern auch die Schule. War Solarenergie zuvor graue Theorie, sehen die Schüler in Eller die Praxis nun direkt auf dem Schuldach.

Das Flachdach der Dieter-Forte-Gesamtschule im Stadtteil Eller hat ab Dezember 2009 eine neue Aufgabe: Zwei neue Bürgersolaranlagen nutzen die etwa 1.500 Sonnenstunden im Jahr aktiv zur Stromgewinnung.

Bürgersolaranlage 1 auf dem Ostdach

Für den Düssel-Solar e. V. haben 24 Gesellschafterinnen und Gesellschafter etwa 180.000 Euro in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Düssel-Solar 3 GbR) eingebracht, um eine 44,2 kWp große Anlage zu realisieren. Diese dritte durch Düssel-Solar ans Netz angeschlossene Bürgersolaranlage besteht aus 260 Schott-Modulen und produziert im Jahr etwa 38.000 kWh Solarstrom. Gleichzeitig werden fast 19 Tonnen CO2 vermieden.

Die nächste Solaranlage ist nicht mehr nur Zukunftsmusik: Die 4. GbR ist als Städtische Mitarbeiteranlage konzipiert und befindet sich bereits in der Gründungsphase.

Bürgersolaranlage 2 auf dem mittleren Hauptdach

Der Ökostromanbieter naturstrom und das Umwelt-Zentrum Düsseldorf e. V. bauten gemeinsam eine weitere Bürgersolaranlage, die sich aus sechs Einzelanlagen zusammensetzt. Die Montage der 288 Solarmodule dauerte rund zwei Wochen. Bei voller Sonneneinstrahlung produziert die Anlage jährlich rund 51.000 Kilowattstunden. Das entspricht einem Jahresverbrauch von 13 Familien à vier Personen. Zukünftig werden 25 Tonnen CO2 im Jahr eingespart, die gleiche Menge, die 860 Bäume binden.

Der Clou: Wer kein Haus oder ein nach Süden ausgerichtetes Dach sein Eigen nennt, kann eine der Anlagen kaufen und so seine eigene Solaranlage „aus der Ferne“ betreiben. “In Kooperation mit dem Umwelt-Zentrum e. V. wollten wir schon lange eine Solaranlage an unserem Unternehmenssitz Düsseldorf fördern. Nun endlich ist es soweit. Seit 1998 haben wir insgesamt 158 Solar-, Windkraft-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen bundesweit gebaut und kommen so in kleinen Schritten der Energiewende näher“, so Vorstand Dr. Thomas Banning.

 

Die NATURSTROM AG wurde im Oktober 1998 durch Gründungsmitglieder aus den Umweltverbänden, u. a. BUND, NABU und anderen gegründet. Anfang 1999 ging man als erstes unabhängiges Ökostromhandelsunternehmen in Deutschland auf den Markt. Heute gehört naturstrom zu den führenden unabhängigen Anbietern von Strom aus Erneuerbaren Energien. Die NATURSTROM AG ist darüber hinaus in der Projektentwicklung und dem Betrieb von erneuerbaren Energieanlagen tätig sowie über Beteiligungsgesellschaften auch in der Errichtung von Photovoltaikanlagen und im Bereich des Wärmecontractings. www.naturstrom.de

 

Düssel-Solar e.V. wurde 2008 gegründet, um Bürgersolaranlagen in Düsseldorf zu planen und zu installieren. Der Verein bietet organisatorisches und technisches Know-how, um interessierten Bürgern den Weg in eine zukunftsorientierte Energiegewinnung zu ermöglichen. www.buefem.de

 

Das Umwelt-Zentrum Düsseldorf e. V. leistet seit 1996 seinen aktiven Beitrag zu Klimaschutz, Ökologie und Ökonomie in der Landeshauptstadt, und hat bereits mehrere, erfolgreiche Projekte für die Lokale Agenda umgesetzt. www.umwelt-zentrum.de

 
 

17.09.2009

Planen die Stadtwerke um?

Gas statt Kohle

Was ASTR(H)EIN immer gefordert hat, scheint nun umgesetzt zu werden: Die Stadtwerke Düsseldorf planen für den Standort Lausward offenbar um. An Stelle des Kohlekraftwerkes setzt der Energieversorger jetzt offenbar auf Gas. Dabei sollte vorrangig untersucht werden, ob eine Ertüchtigung des Blockes E auf der Lausward möglich ist [siehe ASTR(H)EIN-Meldung vom 20.05.2009]. Aber auch der Neubau eines Gaskraftwerks wäre im Vergleich mit einem Kohleblock mit weitaus geringeren schädlichen Umwelteinwirkungen verbunden. Die Stadtwerke sollten nach dem erzwungenen Ausstieg des Vorstandsvorsitzenden Schmidt jetzt endlich reinen Tisch machen und das Steinkohlekraftwerk jetzt auch offiziell durch die Rücknahme des Genehmigungsantrages "beerdigen".

 

Lausward

Gaskraftwerk als Alternative

VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 17.09.2009 - 07:53

Düsseldorf (RP) Nach der Ablehnung eines Kohleblocks für das Kraftwerk Lausward wünscht die Politik entscheidungsreife Konzepte. Die Vorteile für Erdgas als Energie überwiegen. Doch die Rentabilität macht Schwierigkeiten. mehr

 
 

12.08.2009

 

Auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Düsseldorf

Diskussion mit den Ratsfraktionen im rollenden “Klimaschutzexpress”

   
 

Gemeinsam für ein klimaneutrales Düsseldorf (v.l.n.r.): Iris Bellstedt (Bündnis 90 / Die Grünen), Peter Hansen (SPD)Rüdiger Gutt (CDU), Peter Hansen (SPD), Dirk Jansen (BUND), Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Rüdiger Gutt (CDU) und Frank Laubenburg (Die Linke)

Foto: Tim Thissen

 
     
 
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Download 10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf

 
     

Eine politische Diskussion der besonderen Art veranstaltete ASTR(H)EIN anlässlich der Kommunalwahl: In einer zum "Klimaexpress" umfunktionierten Straßenbahn der Rheinbahn diskutierte das Aktionsbündnis mit SpitzenvertreterInnen der Düsseldorfer Ratsfraktionen den "10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf". Mit dabei waren Iris Bellstedt (Bündnis 90 / Die Grünen), Rüdiger Gutt (CDU), Peter Hansen (SPD), Frank Laubenburg (Die Linke) und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).

"Düsseldorf muss Landeshauptstadt des Klimaschutzes werden! Von daher freut uns, dass alle Fraktionen das Ziel der Klimaneutralität unterstützen", sagt Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter und Sprecher des Aktionsbündnisses ASTR(H)EIN. In vielen Punkten herrschte eine breite Übereinstimmung: Nein zum Kohlekraftwerk, Erneuerbare Energien ausbauen, Energie sparen, dezentrale Energieversorgung stärken, ÖPNV ausbauen, Bauleitplanung an Klimaschutzzielen ausrichten. Gravierende Unterschiede offenbarten sich v.a. in der Verkehrspolitik. CDU und FDP setzen weiter auf den Straßen- und Flughafenausbau und fordern z.B. vehement die umstrittene Ortsumgehung L 404 n in Gerresheim ein, die nach Befürchtung von ASTR(H)EIN die Pendlerproblematik zusätzlich anheizen würde. Anstatt den motorisierten Individualverkehr auszubremsen will Schwarz-Gelb den Verkehr verflüssigen, Millionen Euro für Autotunnel vergraben und das Parken in der Stadt erleichtern.

Derzeit liegen die Kohlendioxid-Emissionen der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit etwa 10 Tonnen pro Kopf und Jahr noch immer weit von einem nachhaltigen Niveau entfernt. Soll das Ziel der bilanziellen Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden, erfordert dies ein alle Sektoren umfassendes, verbindlich über Ratsbeschlüsse abgesichertes Klimaschutzkonzept. Wie die gestrige Diskussion gezeigt hat, ist der politische Wille dafür vorhanden, wenn auch nicht alle in den Wahlprogrammen der Parteien formulierten Maßnahmen diesem Ziel dienlich sind.

 
 
 

31.07.2009

Düsseldorf muss Landeshauptstadt des Klimaschutzes werden!“

ASTR(H)EIN stellt 10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf vor

„Düsseldorf muss Landeshauptstadt des Klimaschutzes werden!“. Das

   
 

Stellten heute den "10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf" vor (v.l.n.r.): Natalie Riedel (attac), Dirk Jansen (BUND), Anja Vorspel (Düssel Solar) und Doris Dams (VCD). Foto: Malte Krudewig

 
     
 
 
     
 

Download 10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf

 
     

fordert das Aktionsbündnis Sauberer Strom am RheinASTR(H)EIN und appelliert angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl an die Politik, sich mehr als bisher für den Klimaschutz zu engagieren. Vertreter des Aktionsbündnis’ stellen heute einen „10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf“ vor. Bis zum Jahr 2050, so das Ziel, könne Düsseldorf damit die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen bilanziell auf Null reduzieren. Heute liegen die CO2-Emissionen der Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt mit etwa 10 Tonnen pro Person und Jahr im Bundesdurchschnitt.

Dirk Jansen, ASTR(H)EIN-Sprecher vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Bislang fristet der Klimaschutz als zentrale Aufgabe der Kommunalpolitik ein Schattendasein. Das muss sich ändern. Wir werden die Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat der Stadt auf Herz und Nieren prüfen, Lippenbekenntnisse reichen uns nicht. Düsseldorf muss Landeshauptstadt des Klimaschutzes werden.“

Unabdingbare Voraussetzung zum Erreichen des Ziels sei die Verabschiedung eines verbindlichen Klimaschutzkonzeptes und der Verzicht auf den Neubau eines Kohlekraftwerks. ASTR(H)EIN fordert, stattdessen ein „virtuelles Kraftwerk“ zu realisieren. Dieses beinhaltet den Bau und den Betrieb von dezentralen Stromerzeugern, wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerken, Biogas- und Windenergieanlagen oder Blockheizkraft­werken kleinerer Leistung in einem Verbund. Für die Übergangszeit könne der Gasblock E in der Laus­ward mittels eines umfassenden Retrofit-Programms ertüchtigt werden.

Der Stadtwerke Düsseldorf AG kommt nach Auffassung von ASTR(H)EIN eine wichtige Rolle auf dem Weg zur CO2-Neutralität zu. Bislang unterstütze die Stadt allerdings eine „sozial und ökologisch untragbare Energiepolitik“, indem sie die Verantwortung für die Stromversorgung dem Stadtwerke-Mehrheitseigner EnBW überlässt. Die Rekommunalisierung der Stadtwerke müsse daher Ziel sein. Natalie Riedel von Attac: „Power to the people! Energie ist ein öffentliches Gut, über das nur demokratisch entschieden werden darf! In der gemeinwirtschaftlichen Reorganisation der städtischen Energieversorgung liegt der Schlüssel zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.“

Die Erschließung aller Energiesparpotenziale durch Wärmedämmung der Gebäude und den Einsatz sparsamer Elektrogeräte und Beleuchtungssys­teme ist für ASTR(H)EIN von entscheidender Bedeutung. Hierbei komme städtischen Gebäuden und Einrichtungen eine Vor-bildfunktion zu, die sich in einem entsprechenden Programm ‚CO2-optimierte Gebäudesanierung’ niederschlagen müsse. Würden alle Einsparpotenziale genutzt, könne der verbleibende Strombedarf zu einem über­wiegenden Teil aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Hierzu müssten vorrangig die regionalen Po­tenziale von Sonne, Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse ausgeschöpft werden. Anja Vorspel, Sprecherin von Düssel-Solar: „Nicht kleckern, sondern klotzen muss die Devise sein. Düsseldorf braucht ein ‚10.000-Dächer-Programm’ zum Ausbau der Photovoltaik-Nutzung. Wir erwarten auch mehr städtische Unterstützung beim Bau von Bürgersolaranlagen. Die bürokratischen Planungshindernisse müssen beseitigt und ein Kataster der für Solaranlagen geeigneten Dächer eingerichtet werden.“

ASTR(H)EIN fordert darüber hinaus, dass die Stadt eine Offensive für Blockheizkraftwerke (BHKW) in kommunalen Liegenschaften startet. Die Zeit der großen Kraftwerke und klassischen Fernwärmenetze sei auch wegen der notwendigen Abnahme des Raumwärmebedarfs vorbei. Dezentralen Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und lokalen Nahwär­meinseln gehöre die Zukunft.

Ferner müsse der Klimaschutz besser in der Bauleitplanung verankert werden. Das Baugesetzbuch biete einen großen Spielraum zur Festlegung von Klimaschutzmaßnahmen bei der Erschließung neuer Baugrundstücke. Durch gezielte Stadtplanung bei Neubauvorhaben und entsprechenden Veränderungen im Bestand müsse die Infrastruktur so gestaltet werden, dass die zurückgelegten Wege durch ein Nebeneinander von Wohnen, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Erholung verkürzt werden.

Dieses trage letztendlich auch dazu bei, die Mobilität umwelt- und menschenfreundlich zu gestalten. „Die Auto-Vorrang-Politik muss beendet werden, dem Öffentlichem Verkehr und dem emissionsfreien Rad ist erste Priorität einzuräumen“ sagt Doris Dams, Sprecherin des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). „Der Umweltverbund sollte mit CarSharing, Transportdiensten und Mobilitätsberatung zu einer vollwertigen Alternative zum eigenen Auto werden. Düsseldorf braucht einen ‚Masterplan’ für klimaverträglicheren Verkehr. Darin darf kein Platz für den Neubau vierspuriger Schnellstraßen in die Innenstad

     
     
 
 
     
 

Der Einladungsflyer als Download zum Ausdrucken und Weiterverteilen ...hier

 
     

t, wie der L404n und Osttangente, sein". Die von Stadt und Stadtwerken favorisierte Elektromobilität könne dabei allerdings nur dann einen Klimaschutzeffekt erzielen, wenn der eingesetzte Strom regenerativ erzeugt würde. Von daher müssten konkrete Planungen für ein Netz von Solartankstellen vorgelegt werden. Einen weiteren Ausbau des Düsseldorfer Flughafens lehnt ASTR(H)EIN wegen der überproportionalen Klimaschädlichkeit des Luftverkehrs ab.

Zur Finanzierung des kommunalen Maßnahmenpakets schlägt ASTR(H)EIN entsprechende Umschichtungen im städ­tischen Haushalt vor. Daneben müsse ein ‚Kommunaler Innovations- und Klimaschutzfonds’ zur Unterstützung beispielhafter und innovativer Projekte eingerichtet werden. Dieser könne über einen festge­legten Anteil aus der Konzessionsabgabe und ein Stadtwerke-Programm ‚1 Cent für die gesparte Kilowattstunde’ gespeist werden. Über die Vergabe der Gelder müsse ein einzurichtender ‚Klimabeirat“, dem auch Vertreterinnen und Vertreter von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden angehören, entscheiden.  Aus Mitteln Fonds könnten auch Projekte zum Ausbau Erneuerbarer Energien in Kommunen von Entwicklungsländern finanziert werden. So könne Düsseldorf seinen aus der Mitgliedschaft im Klima-Bündnis resultierenden Verpflichtungen besser nachkommen.

Am 12. August 2009 wird ASTR(H)EIN den „10-Punkte-Plan für ein CO2-neutrales Düsseldorf“ in einer öffentlichen Veranstaltungen mit Spitzenvertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen diskutieren.

 

 

Alle weiteren Meldungen und Berichte finden Sie im Archiv 2007-2009

 
 
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