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16.09.2011 BUND unterstützt Gaskraftwerksplanung in Düsseldorf Ende der Stellungnahme-Frist zum Genehmigungsantrag / „Wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit, aber Nachbesserungen notwendig“ / Problematische Stickoxide Düsseldorf, 16.09.2011 – Mit Datum vom 30. Juni 2011 hatten die Stadtwerke Düsseldorf bei der Bezirksregierung einen Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides über die bauplanungs- und umweltrechtliche Zulässigkeit für die Errichtung und den Betrieb einer GuD-Anlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 630 Megawatt eingereicht. Das Gas- und Dampf-Kraftwerk mit einem Gesamtnutzugsgrad von maximal 85 Prozent soll anstelle des ursprünglich projektierten Kohlekraftwerks in der Lausward errichtet werden. Am 15. September endete für die Naturschutzverbände eine erste Frist zur Stellungnahme. Der BUND begrüßte das Vorhaben, sieht aber auch Optimierungsbedarf. „Anders als das ursprünglich geplante Kohlekraftwerk ist das hocheffiziente Gas-und-Dampf-Kraftwerk ein wichtiger Beitrag für eine zukunftsfähige Energiestruktur“, sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND in Nordrhein-Westfalen. Neben den hohen Nutzungsgraden einer gekoppelten Energie- und Wärmeerzeugung liege der Vorteil dieses Kraftwerkstyps in der hohen Flexibilität. Damit könnten die Lastschwankungen der noch nicht ständig verfügbaren erneuerbaren Energien besonders gut ausgeglichen werden. Anders als Kohlekraftwerke könnten Gaskraftwerke problemlos und schnell hoch- und runtergefahren werden und seien damit als Brückentechnologie hin zu einer Vollversorgung durch erneuerbare Energien unverzichtbar. Damit sicherten sich GuD-Kraftwerke auch einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber neuen Kohlekraftwerken. Ein weiterer Vorteil von Gaskraftwerken liege in dem gegenüber „dreckigen Kohlekraftwerken“ wesentlich geringeren Schadstoff-Emissionen. Im Vergleich mit dem ursprünglich geplanten Kohleblock stößt das jetzt projektierte GuD-Kraftwerk nur etwa die Hälfte des Treibhausgases Kohlendioxid aus. Der Ausstoß an gesundheitsschädlichen Feinstäuben sei vernachlässigbar gering, womit die Luftreinhalteplanung deutlich erleichtert werde. Problematisch bleibe aber der Stickoxid-Ausstoß. Angesichts der hohen Vorbelastung der Stadt seien Zusatzbelastungen zu vermeiden. „Bereits der alte Gasblock in der Lausward stößt jährlich mehr als 640 Tonnen Stickstoffdioxid aus“, so Jansen. „Nach den Antragsunterlagen rechnen die Stadtwerke mit einem zukünftig deutlich höheren Ausstoß. Die Stadtwerke müssen deshalb die beste verfügbare Technik zur Senkung des NOx-Ausstoßes einsetzen. Auch die Stadt ist gefordert, durch eine Abkehr von der bisherigen Auto-Vorrang-Politik ihren Beitrag zur Einhaltung der Luftschadstoff-Grenzwerte zu leisten.“ Trotz der gegenüber einem Kohlekraftwerk insgesamt deutlich geringeren Umweltauswirkungen fordert der BUND auch Nachbesserungen beim Kühlkonzept. Michael Süßer, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Düsseldorf: „Die geplante Durchlaufkühlung führt zwangsläufig zu einer zusätzlichen Belastung der Fischfauna im Rhein. Durch die Entnahme von bis zu 89.000 Kubikmeter Rheinwasser pro Stunde und die Wiedereinleitung bis zu 30 Grad warmen Wassers wird der Rhein als Lebensraum stark belastet.“ Dies sei mit den gesetzlichen Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht vereinbar. Der BUND schlägt deshalb vor, den alternativen Einsatz so genannter Zellenkühler zu prüfen. Damit könne dieses Problem beseitigt werden. Bei Berücksichtigung der Vorschläge, so der BUND, könne das Gaskraftwerk einen „wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit unter größtmöglicher Schonung der Umwelt“ leisten. Die Umweltschützer sicherten zu, das weitere Genehmigungsverfahren konstruktiv zu begleiten. |
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24.08.2010 Gaskraftwerk Lausward: Genehmigungsverfahren hat begonnen Nach dem Aus für eine Steinkohlenkraftwerk planen Stadtwerke Düsseldorf um / Kühlwasser-Problematik bleibt bestehen
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat jetzt das offizielle Genehmigungsverfahren zum Bau eines Gaskraftwerks in der Lausward eingeleitet. Im Rahmen des so genannten Scoping-Verfahrens soll jetzt der Umfang der gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt werden. Grundlage sind die Planungen der Stadtwerke Düsseldorf AG (SWD) zum Bau einer 420 Megawatt (elektrisch) Gas-und Dampf-Anlage (GuD) am Standort des Heizkraftwerks Lausward. Der geplante Block soll mit einer Wärmeauskopplung für eine Leistung von ca. 250 MWth ausgerüstet werden. Nachdem der ursprünglich geplante Bau eines Steinkohlenkraftwerks am Widerstand des BUND, des Aktionsbündnisses ASTR(H)EIN und der Stadt gescheitert war, legen die Stadtwerke damit eine wesentlich weniger umwelt- und klimaschädlichere Planung vor. Im Vergleich zu einem Steinkohlekraftwerk nutzt eine GuD-Anlage den Brennstoff wesentlich effizienter. Die Planung der GuD-Anlage sieht eine Konfiguration mit einer Gasturbine und einer Dampfturbine vor. Der im Abhitzekessel erzeugte Dampf wird der Turbine über Rohrleitungen zugeführt. Über die Entnahmen ist die optimierte Auskopplung von Heizdampf für das Fernwärmesystem möglich. Die GuD-Anlage kann im reinen Kondensationsbetrieb ohne Fernwärmeauskopplung zur maximalen Stromerzeugung oder mit maximal möglicher Fernwärmeauskopplung im normalen Kombibetrieb betrieben werden. Mit einem Nettowirkungsgrad von ca. 58 % und einem die Fernwärmeauskopplung berücksichtigenden Gesamtnutzungsgrad von ca. 85 % wird eine für fossile Energieträger sehr effektive Energieumsetzung erreicht. Im Vergleich zu einem Steinkohlenkraftwerk liegen die spezifischen CO2-Emissionen so bei nur etwa 40 Prozent. Die GuD- Anlage soll wie die bestehenden Anlagen am Standort Lausward mit einer Durchlaufkühlung betrieben werden. Als Kühlwasser sollen dem Rhein stündlich bis zu 85.000 m3 Wasser entnommen und wieder zugeführt werden. Das sieht der BUND als Hauptproblem der neuen Anlage. Schon jetzt erreicht das Rheinwasser in den Sommermonaten mit einer Temperatur von 28°C kritische Werte. Zusätzliche Wärmefrachten könnten den Exitus für viele hier wieder heimische Fischarten bedeuten. Von daher favorisiert der BUND nach wie vor anstelle eines Großkraftwerks dezentrale Lösungen, wie zum Bespiel kleine Blockheizkraftwerke zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme in den Stadtteilen. |
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Wesentliche Anlagenteile und Leistungsmerkmale Block C
Emissionsdaten Block C
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